Kiesling-Methode

Zunächst wird der neuroorthopädische Fachbefund aufgenommen und auf dem vierseitigen, hierfür konzipierten Befundbogen dokumentiert. Anschließend wird dieser Befund dem Patienten erläutert und das Therapieziel festgelegt. Abhängig von der Krankheitsursache wird zunächst parietal, osteopathisch, oder manualtherapeutisch die betroffene, neuroorthopädische Struktur behandelt. Parallel oder darauf folgend werden die myofaszialen Anteile geordnet. Dies erfolgt nach dem Kiesling-Konzept manuell, ggf. unterstützt durch eine Saugglocken- Anwendung. Die Strukturenlösung wird unterstützt durch den Einsatz von Naturprodukten. Für die Zeit zwischen den Behandlungen kommen Crosstapings, das Kinesiotaping oder die Saugglocken-Selbstbehandlung in Frage. Der Patient wird in ein individuelles Faszien-Eigentraining eingewiesen.  Hierzu hat die Autorin ein Trainingsheft entwickelt  – die Übungen werden darin entsprechend markiert. Die Faszien-Rolle zur myofaszialen Selbstmassage, sowie im Einzelfall die speziell entwickelten  Keilkissen oder der Waden-Dehnkeil  werden therapieunterstützend empfohlen. Der Übergang in die Bewegungskonzeption kann durch den Einsatz der Koordinationsgeräte  Aktiv Tramp und Tramptrainer sinnvoll unterstützt werden. Im Zuge der erworbenen Schmerzfreiheit und Bewegungsverbesserung wird das freie Training erklärt und nach den Prinzipien der Medizinischen Trainingstherapie (MTT) patientenspezifisch begleitet. Der Patient erhält einen spezifischen Abschluss Befundbericht zur weiteren Verfügung.